Fünf erlebnisreiche Tage auf Usedom
Ostseeluft, Kaiserbäder, eine überraschende Zauberei und vor allem viel Gemeinschaft – die fünftägige Seniorenreise nach Usedom hatte einiges zu bieten. Und schon auf der Hinfahrt zeigte sich: Bei dieser Reise sollte nicht nur das Programm stimmen, sondern auch das Drumherum.
Am Montagmorgen machte sich unsere Reisegruppe mit dem Bus auf den Weg Richtung Ostsee. Für einen ersten Höhepunkt sorgte bereits die Kaffeepause unterwegs. Unsere Kuchenbäckerinnen und Kuchenbäcker hatten reichlich selbstgebackenen Kuchen beigesteuert, Gerda spendierte den Kaffee – und damit die Rast auch den passenden stilvollen Rahmen bekam, hatte sie gleich noch Tischdecken mitgegeben. So wurde aus einer gewöhnlichen Autobahnpause eine gemütliche Kaffeetafel.
Gegen 16 Uhr erreichten wir unser Hotel in Anklam. Nach dem Einchecken blieb noch etwas Zeit, die Zimmer zu beziehen und sich frisch zu machen. Vor dem gemeinsamen Abendessen trafen wir uns zu einem Sektempfang und stießen auf die kommenden Urlaubstage an. Ein fröhliches Beisammensein rundete den ersten Reisetag ab.
Kaiserbäder, Seebrücken und ein Wasserschloss
Am Dienstag holte uns unsere Reiseleiterin Sandra direkt am Hotel ab. Mit ihr ging es auf Entdeckungstour über die Insel Usedom. Erste Station war Koserow mit seiner modernen, geschwungenen Seebrücke und den traditionsreichen Salzhütten. Anschließend führte uns die Fahrt weiter in die bekannten Kaiserbäder.
In Ahlbeck durfte natürlich ein Besuch der historischen Seebrücke nicht fehlen. Heringsdorf beeindruckte neben seiner Seebrücke besonders durch die zahlreichen prachtvollen Villen der Bäderarchitektur, die noch heute vom Glanz vergangener Zeiten erzählen.
Am Nachmittag wartete mit dem Wasserschloss Mellenthin ein weiterer schöner Programmpunkt auf uns. Bei Kaffee und Kuchen konnten wir die besondere Atmosphäre des historischen Anwesens genießen. Ein kurzer Blick auf Schloss Stolpe bildete den Abschluss unserer Inselrundfahrt, bevor wir gegen 17 Uhr wieder unser Hotel erreichten. Nach dem gemeinsamen Abendessen klang auch dieser Tag in geselliger Runde aus.
Ein Ausflug nach Swinemünde – und ein zauberhafter Abend
Am Mittwoch übernahm Reiseleiter Irek das Kommando. Unser Ziel war Swinemünde. Zunächst zeigte er uns bei einer Rundfahrt den Hafenbereich und verschiedene Wohngebiete der polnischen Stadt. Anschließend erkundeten wir einen Teil des Zentrums zu Fuß. Unser Weg führte über den Freiheitsplatz zur Christkönigkirche und weiter bis zum Chopinpark.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung – eine willkommene Gelegenheit, den Tag ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Am Abend wartete dann einer der Höhepunkte unserer Reise auf uns. Unser „Bunter Abend“ begann ausgesprochen festlich mit einem Aperitif und einem viergängigen Galadiner. Doch damit war das Abendprogramm noch lange nicht beendet.
Zauberkünstler Felix Jenzowsky sorgte anschließend dafür, dass so mancher seinen Augen nicht mehr traute. Ein Tisch schwebte scheinbar schwerelos durch den Raum, ein Arm wurde kurzerhand abgetrennt und aus einer Zwangsjacke galt es, sich möglichst elegant wieder zu befreien. Besonders spannend wurde es, wenn die Zuschauer selbst in die Zauberei einbezogen wurden. Petra hat nicht schlecht gestaunt, als ihr Ring plötzlich am Schlüsselbund des Zauberers hing.
Die Begeisterung war groß – und über die Frage „Wie hat er das bloß gemacht?“ ließ sich anschließend noch lange diskutieren.
Nach der Zauberschau war es Zeit für ein kleines Dankeschön. Lenchen, Magdalena, Annemarie, Hermann und Ulla hatten mit ihren selbstgebackenen Kuchen wesentlich dazu beigetragen, unsere Reise auch kulinarisch zu bereichern, und erhielten dafür ein kleines Präsent.
Usedom von oben und vom Wasser aus
Am Donnerstag ging es zunächst nach Zinnowitz. Dort wollten wir die Ostsee einmal aus einer ungewöhnlichen Perspektive betrachten. Das Ostsee-Lift-Café brachte uns rund 25 Meter über den Wasserspiegel und bescherte uns einen großartigen Ausblick über Zinnowitz und die Ostsee.
Wieder auf festem Boden führte der Weg zur Seebrücke mit ihrer bekannten Tauchglocke.
Danach ging es weiter nach Wolgast. Bei einem Stadtrundgang lernten wir die alte Herzogsstadt näher kennen. Anschließend wechselten wir erneut die Perspektive: Vom Schiff aus führte unsere Fahrt zur Steilküste von Gnitz.
Natürlich durfte auch an diesem Nachmittag Kaffee und Kuchen nicht fehlen. Und weil wir uns schließlich in einer Region befanden, in der der Sanddorn fast schon zum Kulturgut gehört, wurde auch ein heimischer Sanddornlikör probiert. Ob er jedem geschmeckt hat, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.
Abschied von der Ostsee
Am Freitag hieß es schließlich schon wieder Koffer verladen und Abschied nehmen. Doch auch die Rückfahrt sollte nicht einfach nur eine Fahrt von A nach B werden.
Mittags wartete unser inzwischen traditionelles Würstchenessen, am Nachmittag gab es noch einmal Kaffee und Kuchen. Gegen 18 Uhr erreichten wir schließlich wieder Haren – mit vielen Eindrücken und sicherlich auch der einen oder anderen Geschichte im Gepäck.
Fünf Tage lagen hinter uns, in denen wir viel gesehen und erlebt hatten. Doch eine solche Reise lebt nicht allein von Seebrücken, Schlössern, Schifffahrten und Sehenswürdigkeiten. Sie lebt vor allem von den Menschen, die gemeinsam unterwegs sind.
Deshalb gilt zum Abschluss ein herzliches Dankeschön Agnes und Bernd für die Organisation der Reise, Margret und Heike für ihre tatkräftige Unterstützung sowie Gerd und Hermann, die mit Musik und plattdeutschen Geschichten immer wieder für gute Unterhaltung sorgten.
Und „last not least“ danken wir unserem Fahrer Karl-Heinz. Bereits zum vierten Mal war er mit uns unterwegs und brachte uns auch diesmal wieder sicher und zuverlässig durch fünf erlebnisreiche Reisetage.
Usedom war eine Reise wert – aber erst die gute Gemeinschaft hat aus diesen fünf Tagen unseren gemeinsamen Urlaub gemacht.


















