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20191120 Jedem das SeineWenn ich meinen kleinen Enkel so voll Power und ohne Ermüdung spielen sehe, finde ich, dass die Autorin im folgenden Gedicht die Kinder sehr gut beobachtet und ihre Eindrücke sehr lebensnah wiedergegeben hat.

 

 

 

 

 

 

                 Zwei Alte sitzen im Schatten

                 seit zwei Stunden oder drei

                 und wundern sich über die Kinder:

                 "Dass die nicht müde werden

                  von der ewigen Rumrennerei!"

                  Da sagt einer von den Jungen,

                  der vom Ballspielen glüht:

                  "Wie können die nur so lang sitzen?

                  Ich wäre nach fünf Minuten

                  bereits zum Umfallen müd´."

A. Brato wurde 1906 als Tochter eines jüdisch-russischen Tierarztes in Moskau geboren.Parallel zum Gymnasium besuchte sie eine Ballettschule. Zu der Zeit schrieb sie schon Gedichte. Damit beeindruckte sie den Volkskommissar für das Bildungswesen, der ihr riet, Schriftstellerin und nicht Ballerina zu werden. Erste Gedichte von ihr wurden 1925 veröffentlicht. Der Durchbruch gelang ihr 1936 mit dem Kinderbuch "Spielzeug". Während des 2. Weltkrieges arbeitete sie beim Rundfunk und als Korrespondentin für die Kosomolskaja Prawda. 1949 erschien ihr Buch "Gedichte für Kinder", für das sie ein Jahr später den Stalinpreis 2. Stufe erhielt. Nach dem Krieg moderierte sie eine Radiosendung, die versuchte, im Krieg getrennte Familien wieder zusammenzuführen. 1968 schrieb die ein Buch darüber mit dem Titel "Einen Menschen finden". Ab 1939 war sie auch Drehbuchautorin. Sie starb 1981 in Moskau.

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